Prof. Dr. Steffen Krieb auf Regesta Imperii-Akademieprofessur an der JGU Mainz berufen

18.07.2019

Mit der Berufung von Prof. Dr. Steffen Krieb auf die gemeinsame Universitätsprofessur "Regesta Imperii" für Mittelalterliche Geschichte mit besonderen Schwerpunkt Historische Grundwissenschaften ergänzen sich die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz als Trägerakademie der Regesta Imperii (RI) weiter in ihren wissenschaftlichen Forschungsfeldern und der Lehre. Die Akademieprofessur wird als Beurlaubungsmodell gestaltet, mit der Ernennung zum Universitätsprofessor auf zunächst sechs Jahre wird Steffen Krieb zu den RI abgeordnet. Im Rahmen seiner Professur wird er mit zwei Semesterwochenstunden in der Lehre tätig sein, gleichzeitig koordiniert er die RI und leitet die Mainzer Arbeitsstelle der Regesten Kaiser Friedrichs III. (1440-1493).

Der Präsident der Mainzer Akademie, Prof. Dr.-Ing. Reiner Anderl, sieht in dieser weiteren Akademieprofessur auch einen "Beleg für die qualifizierte Forschung, die im Rahmen des Akademienprogramms stattfindet, sowie die weitere Vernetzung von exzellenten Forschungseinrichtungen. Durch die Verknüpfung von Forschung und Lehre unter Einbeziehung der Digital Humanities wird der wissenschaftliche Nachwuchs an einem der größten Vorhaben im Programm ausgebildet".

Steffen Krieb, Jg. 1969, studierte Mittlere und Neuere Geschichte, Anglistik und Öffentliches Recht an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der University of Leicester. Nach dem Besuch des Graduiertenkollegs "Mittelalterliche und neuzeitliche Staatlichkeit (10.-19. Jahrhundert)" und der Promotion 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am SFB "Erinnerungskulturen" (bis 2004). Von 2004 bis 2010 war er Assistent am Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen, im Anschluss Akademischer Rat am Historischen Seminar der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wo er 2016 habilitiert wurde. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Erinnerungskultur des spätmittelalterlichen Adels, den Formen der Austragung und Beilegung von Konflikten, der ritterlich-höfische Kultur sowie den Selbstzeugnissen als Quellen zur Mentalitätsgeschichte.

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Foto: Jan Hildner