"Friedrich der Dritte spricht". Ein ausgezeichnetes Projekt beim Kulturhackathon Coding Da Vinci Rhein-Main

10.12.2018

Bei der Preisverleihung des Kultur-Hackathons Coding da Vinci Rhein-Main 2018 wurde das Projekt "Friedrich der Dritte spricht" in der Kategorie "most useful" ausgezeichnet. Das Team hat mit den Daten der Regesten Kaiser Friedrichs III. (1415-1493) mithilfe des Sprachbots Alexa ansprechbar gemacht. Damit ist die reiche, inzwischen in 23.000 Regesten aufgearbeitete Hinterlassenschaft an Urkunden und Briefen Friedrichs über eine Sprachsuche zugänglich.

Im Rahmen von Coding da Vinci entwickeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausgehend von Datensätzen, die Kultureinrichtungen wie Museen, Archive und Forschungsprojekte zur Verfügung stellen, Ideen. Diese werden innerhalb von fünf Wochen zum lauffähigen Prototypen ausgearbeitet. Dabei steht der freie und kreative Umgang mit unserem digitalen Kulturerbe im Fokus, das so für eine breitere Öffentlichkeit erschlossen werden kann. Der Kultur-Hackathon fand das erste Mal in der Rhein-Main-Region statt, wo am 2. Dezember im Landesmuseum Mainz die spannendsten Anwendungen in fünf Kategorien prämiert wurden.

Das Team von "Friedrich der Dritte spricht", bestehend aus Daniel Koller, Thorsten Hemke und Robert Lokaiczyk, hat einen Alexa Skill programmiert, das auf bestimmte Fragetypen mit natürlichsprachlichen Antworten reagiert. Zu den unterstützten Fragetypen gehören Fragen zu seinem Leben und zu seiner Person, seinen Reisen und Aufenthaltsorten, seiner Tätigkeit und seinem persönlichen Netzwerk. Die Antworten wurden mithilfe von Algorithmen der natürlichen Sprachverarbeitung extrahiert und durch automatisierte Satzumformungen der Regesten für die Sprachausgabe vorlesbar gemacht. Die Jury würdigte den interaktiven und niedrigschwelligen Zugang des Projektes zu Kulturdaten, der geeignet ist jenseits von Text und Bild Neugier zu wecken und so Geschichte für einen breiten Nutzerkreis interessant zu machen. Das Team wird den Skill zeitnah veröffentlichen.

 

Bericht SWR2 vom 28.11.2018

Beitrag Allgemeine Zeitung vom 3.12.2018

Bericht Deutsche Digitale Bibliothek vom 3.12.2018

Bericht Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz vom 7.12.2018