Tagung: Heinrich VII. und das Reich nördlich der Alpen (Mainz, 26.-27.09.2022)

03.08.2022

Heinrich VII. begründete durch seine Wahl zum römisch-deutschen König (1308) und seine Kaiserkrönung (1312) den Aufstieg der Luxemburger zu einer europaweit agierenden Dynastie. Insbesondere sein Italienzug und seine Italienpolitik erhielten in den letzten Jahren große Aufmerksamkeit. Nur punktuell beleuchtet wurde hingegen das Wirken Heinrichs VII. in den nordalpinen Reichsteilen. Die Tagung widmet sich diesem bislang vernachlässigten Bereich der Königs- und Kaiserzeit des Luxemburgers.

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Die Tagung wird veranstaltet vom Centre Luxembourgeois de Documentation et d’Études Médiévales (CLUDEM) und vom Akademieprojekt Regesta Imperii / Mainzer Akademiezentrum für Mittelalter und Frühe Neuzeit (AMZ). Sie wird darüber hinaus von der Universität Siegen unterstützt.
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Kontakt und Organisation:
Christina Abel (Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz)
Giuseppe Cusa (Universität Siegen)
Veranstaltungsort: Akademie der Wissenschaften und der Literatur | Mainz, Geschwister-Scholl-Straße 2, 55131 Mainz (26. und 27. September 2022).
Um Anmeldung unter christina.abel@adwmainz.de wird (auch für den Fall, dass die Veranstaltung pandemiebedingt hybrid oder digital stattfinden muss) bis zum 15.09.2022 gebeten.
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Programm

Montag, 26. September 2022

  • 14:00 Uhr: Begrüßung
  • 14:15 Uhr: Christina Abel, Giuseppe Cusa: Einführung
  • 14:30 Uhr: Michel Margue (Luxemburg): Luxemburg und Niederlotharingien am Beginn des 14. Jahrhunderts. Heinrich VII. im Land der "Königsmacher"
  • 15:10 Uhr: Timothy Salemme (Luxemburg): On the western frontier of the Empire. Henry VII of Luxembourg, the comital dynasty of Bar and the dukes of Lorraine
  • 16:20 Uhr: Ellen Widder (Tübingen): Württembergs Zukunft vor dem Untergang. Heinrich VII., die Reichsstadt Esslingen und Graf Eberhard I.
  • 17:00 Uhr: Antoine Lazzari (Luxemburg): Verlorene Quellen oder symbolisch aufgeladene Fiktion? Der Eklat zwischen Heinrich VII. und Eberhard von Württemberg in den Chroniken des 14. und 15. Jahrhunderts
  • 17:40 Uhr: Robert Antonín (Ostrava): Henry VII and the Czechlands after the extinction of the Přemyslids

Dienstag, 27. September 2022

  • 9:30 Uhr: Miriam Weiss (Saarbrücken / Mainz): Von Zuckerbrot und Peitsche. Heinrich VII. und Bischof Johann I. von Straßburg
  • 10:10 Uhr: Giuseppe Cusa (Siegen): Heinricus Heinrico. Die Beziehungen zwischen dem Luxemburger und dem Abt von Fulda
  • 11:20 Uhr: Christina Abel (Saarbrücken / Mainz): Schreiben mit kalten Fingern. Mitarbeiter und Schriftproduktion der nordalpinen Kanzlei Heinrichs VII.
  • 12:00 Uhr: Yannick Pultar (Mainz / Darmstadt): Der nichtfürstliche nordalpine Adel in der schriftlichen Kommunikation Heinrichs VII.
  • 14:00 Uhr: Andreas Büttner (Heidelberg): Zwischen Altlasten und neuen Plänen. Geld und Herrschaft unter Heinrich VII.
  • 14:40 Uhr: Manuel Kamenzin (Bochum): Von Versöhnung und Eigennutz. Die Umbettungen König Adolfs und Albrechts I.
  • 15:20 Uhr: Abschlussdiskussion

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