Druckfrisch: Die Monetarisierung der politischen Ordnung im 12. und 13. Jhd. (RI-Beihefte 47)

06.09.2022

Die Intensivierung der Geldwirtschaft seit dem 12. Jahrhundert machte auch vor der Politik nicht halt: "Der höchste König auf Erden ist heutzutage das Geld", wurde treffend in den Carmina Burana komentiert. Diese Monetarisierung führte dazu, dass die Gnade des Herrschers ebenso messbar und handelbar wurde wie die Gefolgschaft der Untergebenen. Auch Herrschaftsrechte erhielten einen Preis, etwa bei Belehnungen der Fürsten und bei der Wahl des Königs. Die vorliegende Habilitationsschrift von Andreas Büttner (Heidelberg), die als Band 47 in die Beihefte-Reihe der Regesta Imperii aufgenommen wurde, untersucht Ernscheinungsformen und Folgen der Monetarisierung der politischen Ordnung für das römisch-deutsche Reich von Heinrich V. (1106-1125) bis Adolf (1292-1298) unter Einbeziehung der numismatischen und metrologischen Grundlagen. Diese zwei Jahrhunderte zeichnen sich durch eine große Bandbreite an Herrschaftsformen und Konfliktfeldern aus und eignen sich daher besonders dazu die Rolle des Geldes im Wandel der politischen Ordnung des Reichs in den Blick zu nehmen. Dabei widmet sich die Arbeit dem Einsatz des Geldes als Mittel der Politikgestaltung anhand dreier zentraler Themenkomplexe: dem Preis der herrscherlichen Gnade, dem Preis der Gefolgschaft, der Anerkennung und Unterstützung von Herrschaft und drittens dem Preis der Erlangung bzw. der Legitimation von Herrschaft.

Volltitel
Büttner, Andreas: Geld - Gnade - Gefolgschaft. Die Monetarisierung der politischen Ordnung im 12. und 13. Jahrhundert. Köln 2022 (Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Beihefte zu J. F. Böhmer, Regesta Imperii, Bd. 47).

Preis: € 85.00, ISBN: 978-3-412-52511-8

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