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RI VI Rudolf I. - Heinrich VII. (1273-1313) - RI VI,2

Displaying record 20 of 1075.

verspricht dem erzbischof (Boemund) von Trier mit körperlichem gelöbnis, ihm die auslagen, die dieser samt gefolge durch die reise zur königswahl nach Frankfurt und zurück auf sich genommen habe, ohne einbeziehung der demselben während des aufenthalts in Frankfurt selber erwachsenen oder noch entstehenden kosten bis Mariae geburt (8. sept.) zu ersetzen, hinsichtlich der höhe dieser auslagen aber sich mit der bloßen feststellung durch den erzbischof zu begnügen, wie sie sich auf grund einer mit hilfe der ritter Dit(hard) von Paffendorf (vgl. Knipping Reg. d. Erzb. v. Köln 3b, 401) und vicedom Ludwig (von Idstein) vorzunehmenden berechnung ergeben werde; gibt demselben zur sicherung dieses versprechens die burg Kobern mit zustimmung ihres herrn Robinus auf so lange zu pfand, bis die genannten ausgaben samt anwachsenden zinsen ersetzt sein würden und stellt ihm hiefür den grafen Robert von Virneburg sowie die ritter Rudolf de Insula (Werth), Ri(chard) und F(riedrich) von Schönberg (vgl. Knipping Reg. 3b, 410) und Hermann von Hadamar zu bürgen. Diese bürgen verpflichten sich ihrerseits für den fall der nichteinhaltung der zusagen, in der stadt Koblenz bis zur vollkommenen entschädigung des erzbischofs einlager zu halten. Robin, der herr Koberns, erteilt gleichzeitig seine einwilligung zur verpfändung dieser burg, folgt dem erzbischof ihre schlüssel aus und spricht ihm den besitz der feste bis zur gänzlichen zufriedenstellung zu. [Dat. ap. F., XIIII die mensis maii, r. 1].

Archival History/Literature

Or. (geschr. von derselben trierer hd. wie RI. VI 2 n. 18. 46. 105; siegelfrgte. an perg.-str.) im staatsarch. Koblenz (A). – Günther CD. Rheno-Mosell. 2, 493 n. 348 irrig zu 1293. Görz Mittelrhein. Reg. 4, 452 n. 2018 (reg.; aus A). Lüdicke n. 1016 (zit., aus A).

Commentary

Vgl. Schliephake 2, 371. Zu der bemerkung Böhmers „meines wissens das erste mal, daß ein römischer könig sich dazu hergab, einen körperlichen eid (außer etwa den an den römischen stuhl) zu schwören” vgl. Ssp. Landr. III 54 § 2 (ed. Eckhardt [s. 139] art. 147) alse men den küning kieset, so sol her...sweren, daz her recht sterke unde krenke unrecht etc.; seder ne sol her nymmer nichenen eid me thun, ez en si, daz ine der pabes schuldege, daz her an deme rechten gelouben zwivele; k. Landrechtsb. (Schwsp.) 122 alse der kiunig uf den stuol ze Ache gesetzet wirt mit dem merren teile der fursten die in erwelet hant, so sol er niemer mere deheinen eit gesweren. Über Robert von Virneburg vgl. Iwanski Gesch. d. Grafen von Virneburg (Berlin 1912).

Nachträge

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Cite as:

RI VI,2 n. 19, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1292-05-14_2_0_6_2_0_19_19
(Accessed on 02.06.2020).