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[RI XIII] Friedrich III. (1440-1493) - [RI XIII] H. 8

Displaying record 419 of 528.

K. F. beauftragt Gf. Johann von Sulz, Hofrichter zu Rottweil, an seiner Statt die Appellation zu verhandeln, die Bürgermeister und Rat der Stadt Wetzlar gegen Urteile eingelegt haben, welche der ksl. Kommissar Peter (von) Erkelenz, Dekan der Kirche Unserer Lieben Frau zu Aachen, zugunsten von Johann d. Ä. und Johann d. J. Beissel gefällt hatte1. Er bevollmächtigt ihn, die Parteien vorzuladen, sie in der Sache zu verhören und Zeugen zu vernehmen und gebietet ihm, auch im Falle der Abwesenheit einer Partei in der beschriebenen Weise zu verfahren.

Originaldatierung:
Am sebenundzwentzigisten tag des monadts octobris (nach Kop.).
Kanzleivermerke:
KVr: A.m.d.i. (nach Kop.).

Archival History/Literature

Kop.: Inseriert in der Vorladung Johann Beissels d. Ä. durch den Beauftragten des Hofrichters Gf. Johann von Sulz, Degenhart von Gundelfingen, von 1481 Dezember 11, welche als Abschrift überliefert ist im StadtA Wetzlar (Sign. Urkunden, Kasten 99 sub dat. 1481 Dezember 11), Pap. (15. Jh.).

Footnotes

  1. 1Prozeßgegenstand war die Ablösung einer Leibrente, eine Form der Kreditaufnahme, die Wetzlar in den 1350er und 1360er Jahren in großem Stil betrieben und die zum Bankrott der Stadt anfangs des 15. Jahrhundert geführt hatte. Die entsprechenden Prozesse zogen sich z. T. über Jahrzehnte hinweg, den Extremfall mit weit über 100 Jahren bieten die hier gen. Vertreter der Aachener Familie Beissel, vgl. zum Gesamtkomplex Felschow, Wetzlar (hier speziell zu Beissel S. 172 und Anm. 221Ä) sowie Schoenwerk, Geschichte S. 182.

Nachträge

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Cite as:

[RI XIII] H. 8 n. 419, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1481-10-27_2_0_13_8_0_12427_419
(Accessed on 30.05.2020).