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Chmel, Regesta Friderici

Displaying record 2959 of 8972.

bestätigt und vermehrt die Privilegien der Stadt Gengenbach und nimmt sie in besondern Schutz.

"Auch als dann die vorgenanten von Gengenbach vormals von löblicher gedechtnusz unsern vorvarn am reiche und nemlich keiser Karln und keiser Sigmundn begnadet sind und auf das sy hinfür desterbasz bey und und dem reiche beleiben und unser und desselben reichs dinste usgewartten mogen, also mit wolbedachtem mute gutem rate und rechter wissen tun und geben wir denselben von Gengenbach und iren insessen und inwonern des gerichts und kirspels daselbs die gnade und freiheitte von Römischer keiserlicher macht mit disem briefe, das wenne sy durch Römisch keisern oder konigen yemand verpfendet sind oder verpfendt werdent so sullen sy dannoch ye gebrauchen und geniessen aller und ieglicher irer rechte freiheite und guten gewonheitten, als dann die czwelff von dem alten rate derselben stat zu Gengenbach erkennent und uf ir eide sprechent, das dieselben rechte freiheite und gute gewonheite zu der yeczgenanten statt und burgern von alterszher gehört habent, auch geben und tun wir denselben burgern und statt zu Gengenbach die freiheit und sonder gnade, das die vorgenant zwölff von dem alten rate zu Gengenbach uber alle und iegliche erbczalsachen, erb und eigen anrürende und uber alle andere sachen, die für werntliche gericht gehörent, und daselbst zu clage in derselbn statt koment und sich zwischen in verlöffen und auch daselbst in gericht fürbracht werdent richter sein und darinn richten sollen und mögen und das die obgenanten burgere und burgerinne und inwoner der statt zu Gengenbach umb soliche vorberürtte oder ander sache nyndert andeswa für deheinen andern richter, dann für irn richter zu Gengenbach zu gericht pflichtig oder verbunden sein sollen zu stoen oder sich zu verantwurtten usz gescheiden das dieselben burger fur uns und unser nachkomen am reiche Römischen keisern und kunigen und fur dem gerichte des keiserlichn hofes anttworten sullen wenne sich das geburen wirdet ... wan nu die obgenanten von Gengenbach von unsern vorfarn am reiche dem bischoff und der stifft zu Strauszburg umb eine genante summ gelttes vormals verpfendet sind und doch nach keiserlichen und babstlichen gesetzen und naturlichen rechten unbillichen were, das sy davon an iren freiheiten gnaden und rechten gekrenket, geswechet oder fur den stiffte und den bischoff zu Strauszburg oder yemands anders umb eynicherley schulde pfanntbar oder verbunden sein sollent. Davon setzen und wöllen wir von der vorgenanten unser keiserlicher macht in craft disz briefs, das die obgenantn burger und inwoner der obgenanten unser statt zu Gengenbach samentlich und sunderlich und ire guttere furbasz mer fur den bischoff und stifft zu Strauszburg oder die iren oder yemands anders wer der sy pfantbar sein solle in dhein weise und das man sy und ire gutere und habe dafür umb eyniche geltschulde oder andere sache darumb sy sich nicht verbunden hetten, oder burgen weren von yemands wegen wer der sey in gericht oder auswendig gerichts nicht aufhalten, bekümern, vahen, angriffen oder beschedigen sollen oder mögen, auch wöllen wir das die bischove die zu zeiten sind und sein werden und die kirche und stiffte zu Strauszburg den die vorgenantn burgere und stat zu Gengenbach yeczund verseczet und verpfenndet sind noch auch yemand anders were die weren den wir oder unsere nachkomen am reiche Römische keiser und könige fürbasz dieselbn verseczen oder verpfenden werent oder wurden, dieselben burgere und statt uber ire alte dienste und gewonliche stewre nit besweren sollen in dhein weiss, sunder das sy die bey iren alten rechten gnaden freyheitten löblichen gewonheiten und redlichen herkomen vestiglich behalten und hanthaben sullen ..."

Archival History/Literature

P. 101.

Nachträge

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Cite as:

Chmel n. 2957, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1452-11-13_2_0_13_0_0_2956_2957
(Accessed on 03.07.2020).